Derham is Derham – Aus der Sicht unserer Bühnentür

Immer wenn Fritz März durch mich auf die Bühne stolpert, ist mir sofort klar:

Die spielen wieder mal ihren Dauerbrenner: „Derham is derham“ von Fitzgerlad Kusz! Angefangen hat das ja schon vor meiner Zeit, anno 1986 kam es zur ersten Aufführung, am 9. August im Wildbadsaal in Weißenburg. Auch habe ich mir erzählen lassen, dass es 1988 zu einer ganz tollen Vorstellung am „Sonnenhof“ in Pleinfeld kam. Da wurde während der Aufführung im Freien sogar ein 6-Gänge- Menü serviert. Schön für die Zuschauer, aber schlecht für die Spieler. Die froren was das Zeug hielt und mussten sich auch noch nass machen für die Szene auf der Klippe, bei der jeder männliche Spieler aus dem Wasser zur schönen Anita klettert. Und dabei mussten sie so tun, als wären sie im heißen Italien!

Ein paar Jahre später war ich dann immer der Ein- gang zu dem italienischen Hotel, indem der Ke- gelclub seinen Urlaub verbrachte. Was da so alles schief laufen kann! Die Klos sind zu niedrig, die Spaghetti zu lang und der Kassier kommt einfach nicht – mit der Kegelkasse! Die Besetzung änderte sich, bis auf ein paar Ausnahmen, immer wieder mal, nur der kleine Tommy wechselte ständig. War ja auch klar, denn der wuchs alle naslang aus der Rolle raus und musste durch das nächste Kind ersetzt werden. So kam es dann auch, in Ermangelung der Tommis, zu einigen Tanjas. Wenn ich es mir so recht überlege, dann gingen in diesem Stück wohl schon fast alle Vereinsmitglieder einmal durch mich auf die Bühne und durften ihre Spaghetti essen. Ich weiß gar nicht, wie oft das Stück gespielt wurde, aber es könnte leicht sein, dass die 100 schon überschritten wurde. Und solange ein Tommy oder eine Tanja gefunden wird, kann es wohl sein, dass dieses Stück das am längsten gespielte der Weißenburger Bühne bleibt. Und ich werde immer dabei sein und natürlich total überrascht tun, wenn wieder ein Fritz März durch mich auf die Bühne fliegt.