Brandner Kaspar 2001


Der Dauerbrenner im Bergwaldtheater
Von Kurt Wilhelm Komödie nach der Erzählung des Franz von Kobell
In der Inszenierung von Thomas Hausner

Der Brandner Kasper lebt in ärmlichen Verhältnissen und hält sich, indem er sich als Jagdhelfer verdingt, über Wasser. Kein Wunder, dass er gelegentlich der Wilderei frönt. Seine Enkelin Maria ist mit Florian liiert, der ebenfalls gerne mal wildert. Sein Kontrahent Gerch, der königliche Jäger, ist aber auch hinter Maria her, was zu einigen Spannungen führt. Dann erscheint dem Brandner der Tod (Boanlkramer). Erschrocken über die Tatsache, dass seine Zeit gekommen ist, bietet er dem Boanlkramer einen Schnaps an und überredet ihn zu einem Kartenspiel. Der Boanlkramer spricht dem Schnaps fleißig zu und bemerkt nicht, dass der Brandner ihn beim Kartenspiel kräftig betrügt. So ringt er dem Boanlkramer 18 weitere Lebensjahre ab.
Die Geschichte spitzt sich zu, als Maria erfährt, dass die königlichen Jäger ihrem Flori eine Falle stellen wollen, um ihn auf frischer Tat zu erwischen. Sie will ihn warnen, läuft ihm trotz des starken Gewitters nach und stürzt dabei in den Tod. Im Himmel kommt nun heraus, dass Maria ganze 18 Jahre zu früh gestorben ist. Die Journale werden gewälzt und der Boanlkramer wird ins Verhör genommen. Schließlich gesteht er seine damalige Schwäche und wird beauftragt den Brandner umgehend zu holen. Der Boanlkramer überredet den Brandner mit ihm mitzufahren. Er könne auch jederzeit wieder zurück. Er solle doch nur einmal einen Blick hinein werfen – ins Paradies. Wird er das Himmelstor im gleißenden Licht durchschreiten?
Eine liebevolle Handlung – rührend wie lustig. Die Darstellung des bayerischen Himmels mit seinen gemütlichen Bürokraten, bei denen natürlich ein Preuße nicht fehlen darf. Der allzu strenge Erzengel mit seinem Flammenschwert. Der listige Boanlkramer, mit dem man nur noch Mitleid haben muss.
Ein himmlisches Erlebnis für Jung und Alt!

Karten gibt es am Kulturamt Weißenburg
Tel: 09141 907 123
Fax: 091414 907 121
Email: akut@weissenburg.de
Kritik im Weißenburger Tagblatt 2006

 

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